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MEIN UNFALL |
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Der Crash auf dem Kölner Ring
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Es geschah am 8.Mai 2001 um 8:00 Uhr auf der BAB 1 des Kölner Autobahnring in höhe der Anschlußstelle Lövenich. Durch eine kleine Unaufmerksamkeit meiner Seits übersah ich das Stauende und rausche mit meinem LKW auf ein Kieslaster. Diese bohrte sich ca. einen Meter in mein Führerhaus. Da saß ich nun bzw. stand ich nun eingeklemmt, mit einem angewinckeltem tierisch schmerzenden Knie und bei vollem Bewußtsein, in mein demoliertes Führerhaus! Es ist schon frustrierend, wenn einem so etwas passiert und die ersten zwei bis drei Minuten keiner es für Notwendig hält anzuhalten um zu helfen! Doch dann kamen sie in Scharren. Die ersten waren drei Arbeiter einer Firma mit PKW, Anhänger und einen kleinen Bagger. den brachten sie gleich in Stellung, um den Druck von meinem Brustkorb zu nehmen, der vom Lenkrad entstand. Ein anderer Erst-Helfer, der sich als Rettungsassitent ausgab, kletterte zu mir ins Führerhaus um mich zu beruhigen. Machen konnte er ja sonst auch nicht viel in der Situation. Etwas Angst kam in mir auf, als ich zuerst weißen Rauch sah, der dann in ein grau bis hin zu schwarz wechselte. Mir war klar, dass das vom Motor kam, der immer noch auf Vollgas lief. Ich versuchte mich selbst damit zu beruhigen, das es ja wohl nicht mehr lange dauern könnte bis sich der Motor festlaufen würde, da ich ja gesehen hatte, wie das Kühlwasser abgefossen ist. Plötzlich wurde der Motor immer leiser und leiser! Endlich stand er still und einer der Erst-Helfer gab mir die Information, das sie die Dieselleitung durchtrennt hätten. Kurz darauf traff dann auch die BF Köln und der Rettungsdienst ein. Der Notarzt versuchte einen Zugang zu legen, doch das ist bei mir noch nie leicht gegangen. Den er geschaft hatte, benutzten sie primär zum Volumen Auffühlung. Parallel hatte die Feuerwehr eine Arbeitsbühne an der linken LKW-Seite aufgebaut. Dann schnitten Sie die Tür heraus und den Holm durch, in der Hoffnung das sich der Rest des Bleches entspannen würde und mich befreien konnten. Dieses gelang jedoch nicht, so das sie den kleinsten Stempel den sie besassen, einsetzen mußten, um das Führerhaus auseinander zu drücken. Dann, nach ca. 40 Minuten (Zeit entnommen aus dem Übergabebericht vom Rett-Dienst ans Klinikum) war es soweit! Die Feuerwehrmänner trugen mich heraus auf die Arbeitsbühne und von da auf die Fahrtrage des Rettungswagen (RTW). Nach einer kurzen erneuten Untersuchen wurde ich dann "abgeschoßen"!(Narkotisiert) Bevor die Befreiungsaktion startete, bekam ich dann noch mit, wie sich ein Feuwehrmann mit dem Notarzt unterhielt über die Voranmeldung für die UNI-Klink. Ich wurde Vorangemeldet als ein Patient mit einem Polytrauma.
Zeitungausschnitt aus der Bild
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In der UNI-Klink zu Köln
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Dort wachte ich dann im Raum des CT´s (wissentlich) wieder auf. Man erzählte mir, was passiert ist und wo ich bin. Meine erste Frage an irgend einem Weißkittel war dann, ob man die Einstufung zum Polytrauma schon zurück gestuft hatte. Dieses wurde dann auch sofort bejaht. Die Diagnose lautete eine 3-gradige offene Unterschenkelfraktur mit einer großflächigem Weichteildefekt am rechtem Bein. Dazu kamen noch einige Schürfwunden am linken Unterschenkel. Der Bruch des Schinenbeins wurde gerade gestellt und mit einem Marknagel fixiert. Die Weichteil Verletzung wurde gesäubert und ein Vakuumverband (Clodexverband) angelegt. Danach wurde eine Spalthautverpflanzung (Mashcraft) vorgenommen. Das waren nun meine nächsten sechs Wochen in der UNI!Dann ging es ab in die Reha nach Marmagen.
Ich kann nun jedenfalls behaupten ich war in der Uni und doch bin ich nicht ein Studierter!
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Reha-Zentrum in Marmagen (Eifel)
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Am 19. Juni 2001 wurde ich samt meinen ganzen Sachen mit dem Krankentransportwagen (KTW) von Köln nach Marmagen verlegt. Dort sollte nun die weitere Heilung von statten gehen. Dieses ging nur sehr beschwerlich voran. Sieben Wochen war ich in Marmagen, wo alles daran gesetzt wurde, um mein rechtes Bein wieder fit zu bekommen. Doch leider mußte ich dort in der siebten Woche abbrechen. Der Grund war, wie sich später herausstellen sollte, eine Fistelbildung oberhalb des Bruches. Der Arzt im Haus sah sich die stelle an und sagte nur, damit müßte ich wieder zur Uni. Er veranlaßte alles weitere und der Hauseigene Fahrdienst brachte mich dann zur Uni in die Polyklink. Dann offenbarten Sie mich, das ich doch vor Ort bleiben müsse. Ich müßte mit einem längeren Aufenthalt rechnen.
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Uni Köln Teil 2
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Da war ich nun wieder! Im 17. Stock des Bettenhauses in der Uni Köln auf der Station der Unfallchiurugie. Auf mein Zimmer konnte ich noch nicht, da es gerade frisch geputzt worden war und daher noch alles nass ist. Nach ca. 1,5 Stunden führte mich der Stationsarzt dann auf mein Zimmer und prompt legte ich mich samt meinen Unterarmgestützen auf die "Schnauze", da es noch nicht überall trocken war. Im Gesicht des Arztes war nur noch eine blässe zusehen. Nach den üblichen Fragen, ob mir etwas weh tun würde, sorgte er dafür, das ich erst einmal zum Röntgen gebracht wurde. Es war aber Gott sei Dank nichts weiteres geschehen. In den nun folgenden 3,5 Monaten mußte ich noch so eineige Operationen über mich ergehen lassen. Alles in allem haben Sie mich dort 20 mal schlafen gelegt. Dabei sei gesagt, das auch der ein oder andere Verbandwechsel im OP statt fand, wegen dem säubern der Wunde mit so einer Art Hochdruckreiniger (Jet la Vage)! Wir, die langzeit Patienten, scherzten schon herum und Erzählten wir hätten die OP´s im zehner Abo abgenommen und ich bin schon beim zweiten. Auch schnell hatten wir unser Lied gefunden. Der ein oder andere kennt es bestimmt: " Ich bin wieder hier"!Die Zeit hier haben wir uns so gemütlich wie nur eben möglich gemacht. Das ging dann auch meistens bis spät in der Nacht. Natürlich haben wir uns bei den Nachtwachen immer Ab- und auch wieder Angemeldet. Zu der Behandlungstechnischen Seite sei dann noch erwähnt, das in dieser Zeit von dreieinhalb Monaten folgendes gemacht wurde:
- reinigung des Fistelganges - Angiographie - ein gestielter Radialislappen vom Unterarm für den Fistelgang - Vahuumverband (Coldex) am Unterarm - Spalthautverpflanzung zur Dekung der Wunde am Unterarm - Ausdünnung des Radialislappen
Das Ausdünnen des Lappens ist leider nicht so gelaufen, wie es sollte. Die Oberhaut ist abgestoßen worden, so das man später dort noch einmal eine Spalthautverpflanzung vornehmen müsse. Man wollte aber alles erst einmal besser zu Ruhe kommen lassen und schickte mich nach Hause! Nach Hause? Wo ist denn das?! Habe mittlerweile doch gedacht, die Uni ist mein Zuhause. (Sternzeit: 15.November 2001)
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In meinen vier Wänden
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Das ist nun mein Zuhause. Es befand sich zu der Zeit in Grevenbroich - Neuenhausen im Rhein-Kreis Neuss. Es war alles so anderes! Auf sich allein gestellt mit ein paar Unterarmgehstützen in einer Dachgeschoßwohnung. Doch es ging alles ganz gut von statten. Ich gebe ja zu, so manches mal ist auch eine "Krücke" liegen geblieben. Doch leider dauerte dieser Moment nur fünf Wochen, da sich eine erneute Weichteilentzündung in meinem Bein verbreitet hatte. Ich pakte also wieder meine Tasche und es ging ein drittes mal in die Uin.
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Uni Köln Teil 3
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Das Logbuch schrieb die Sternzeit 22.12.2001 als mein Shuttel (Taxi) am Portal des Haupteinganges der Uin zur Landung ansetzte. Ich schnallte meine Tasche auf den Rücken, nahm meine Behelfsbeine und machte mich auf dem Weg zur Anmeldung. Anschhließend begab ich mich dann auf dem Weg zur Station. Da kam es dann wieder! Na dieses Lied "Ich bin wieder hier...", aber dieses mal von den Schwestern auf der Station. Ich bezog also mal wieder eines der Zimmer. Als nächstes ging mir dann so durch den Kopf, das ich zum Stationsarzt seiner Zeit mal gesagt hatte, Wenn ich den Fix zu Weihnachten noch habe und in der Klink sein sollte, werde ich ihn schmücken. Dann mußte ich mir die Sachen besorgen und rief meine Eltern an. Sie brachten mir die Sachen auch prompt mit, so das ich den Fix am 1. Weihnachtstag morgens vor dem wecken schmücken konnte. Am besagten morgen stellte ich mir den Wecker. Als dieser seine Arbeit verrichtet hatte, legte ich gleich los. Die beschreibung im einzeln erspar ich mir, da ihr gleich eh ein paar Bilder dazu sehen werdet! Als ich die Schwestern vor der Tür bemerkte, schaltete ich schnell die Lichterkette ein und stellte mich schlafend. Die Schwester kam herein und lief sofort laut schreiend wieder heraus. Das schreien ging in ein lautes lachen über und plötzlich stand die ganze Schicht bei mir im Zimmer. So nach und nach hörte ich nur von jedem, dass das eine echt super Idee sei und die bis jetzt noch keiner hatte. Selbst die Ärzte, egal welchen Rang sie hatten, fanden es super. Der leitender Oberarzt kam sogar mehrfach auf mein Zimmer um es sich immer wieder anzuschauen. Er machte sich sogar mit einer Digicam einige Bilder. Abgeschmückt wurde es dann am 2. Weihnachtstag, denn die Wundsäuberung mußte ja auch weiter gehen. Ich hatte meinen Spaß und all die anderen, ob Patienten, Besucher oder Personal, hatten einen schönen Anblick wie ein Fixateur zu Weihnachten auch ausehen kann! Am 28.12.2001 wurde ich dann wieder entlassen und verbrachte Sylvester und Neujahr zu Hause. Am 02.01.2002 ging dann alles weiter! Aber lest das alles gleich!
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Weihnachtlicher Fixateur Externa
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BG - Unfallklinik Duisburg
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Am 2.Januar 2002 hatte ich einen Termin in der BG - Unfallklinik in Duisburg zum erstellen eines Zwischengutachten für die BG - Fahrzeughaltung. Schnell war die Katze aus dem Sack! Sie wollten die weitere Behandlung übernehmen. Am 7. Januar bin ich dann Stationär Aufgenommen worden.Die Ärzte dort haben große Töne gespuckt über das, was sie alles machen wollten. Übergeblieben ist dann nur das versorgen des immer noch exestierenden Spaltes und die Spalthautverpflanzung. In der dortigen ersten OP wurde der Knochenspalt gereinigt und eine Antibotikakette eingelegt. Nach vier Wochen wurde diese dann entfernt und eine Spongiosa durchgeführt. Dabei wird ein Stück Knochenschwamm aus dem Beckenkamm entnommen und an die defekte Stelle Implantiert. Zwei Wochen später wurde dann die offene Wunde am Bein mit einer Mashcraft (Spalthautverpflanzung) gedeckt. Nach weiteren eineinhalb Wochen konnte ich dann endlich nach Hause und die weitere Behandlung fand Ambulant statt. Es kam der 20 Juni und endlich sollte der Fixatuer ambulant entfernt werden. Doch daraus wurde nicht, denn der Oberarzt stellte eine leichte Entzündung am unteren Pin fest. Das Zauberwort hieß "Aufnahme"! Also fuhr ich mit dem Fahrdienst der BG nach Hause, pakte mir ein paar Sachen zusammen und stieg wieder in das Auto. Wieder in Duisburg angekommen, ging die Aufnahmeprozedur wieder los und anschließend bezog ich mein Zimmer. Dann endlich kam der Tag der entnahme. Insgesamt waren es schon wieder vier Wochen für eine "Entschrottung", wo andere höchstens eine benötigen, wenn es stationär gemacht wird. Die weitere Behandlung wurde dann ambulant fortgesezt. Als ich dann wieder bei der voll Belastung des Beines angekommen war, wurde durch die BG eine Fahrstunde in einer Fahrschule anberaumt. Da stellte sich dann raus, das ich den Beruf als Fahrer eines LKW´s, aus Gründen der Beweglichkeit des Fußgelenkes, an den berühmt berüchtigen Nagel hängen konnte. Die Ärzte waren durch und mußten mich am 16. März 2003 gesund schreiben mit Einschränkung auf meinem Beruf. Die BG - Fahrzeughaltung machte trotz dessen noch ein Versuch der Arbeitserprobung in dem Betrieb, in dem ich vor dem Unfall beschäftigt war. Sie dauerte drei Wochen. Dann sah man es ein, das es nicht mehr ging und ich mich etwas anderes suchen mußte.
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So sah der Fix zu Karneval in Duisburg aus!
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